Raggamuffin

Die letzten Tage in Caye Caulker haben wir mit Schnorcheln, Windsurfen, einer naechtlichen Krokodil-watching Tour und in der Haengematte verbracht. Unsere erste Windsurf-Lesson am Meer hat super Spass gemacht und wir waren auch gar nicht mal so unbegabt. Und ein paar Tips und neue Sachen haben wir auch gelernt.

Dann ging unsere 3-taegige Segel-Tour mit Raggamuffin-Tours von Caye Caulker nach Placencia los. Das heisst mit 14 anderen Reisenden und 3 Crew-Mitgliedern (Captain Ramsey, Charlie und Leon) 3 Tage und 2 Naechte unterwegs. Uebernachtet haben wir in Zelten. In der ersten Nacht auf Rendezvous Caye. Das ist eine ganz kleine private Insel, also ohne Bewohner und daher auch ohne Infrastruktur. Kein Suesswasser, Strom und Klo. Also back to the roots. Und unsere 8 Zelte hatten gerade mal Platz. In der zweiten Nacht haben wir auf Tobacco Caye uebernachtet. Diese Insel hatte dann Strom und Klo und eine Dusche, welche ein Kuebel mit Regenwasser war. Mit unserer Ankunft haben wir die Einwohnerzahl verdoppelt. Und der Buergermeister hat uns beide persoenlich zwei Kokosnuesse gepflueckt und geoeffnet, weil der Kokosnusssaft angeblich gegen Kater hilft.

Den Tag haben wir auf dem Boot verbracht. Mit sonnen, schnorcheln, schwimmen und Musik hoeren. Naemlich Raggamuffin und Raggae. Also wenn man das nicht mag, is bloed. Aber uns hats getaugt. Die Musik hat zur Stimmung gepasst und die Lieder gehen uns auch gar nicht mehr aus dem Kopf.

Und es sind auch einige Pannen passiert. Gleich zu Beginn, sind wir vor der Tankstelle aufgelaufen und mussten von einem anderen Boot herausgezogen werden. Dann wurde irgendwann das Vorsegel gehisst und nach ein paar Minuten hats einen Schnalzer gemacht und das Segel ist gerissen. Tja und am zweiten Tag ist dann der Motor eingegangen bzw. irgendwas mit dem Propeller war nicht in Ordnung. Was ja auch nicht ganz schlimm gewesen waere, wenn nicht am dritten Tag null Wind gegangen waere. Also wir haben schon alle gedacht, dass wir niemals in Placencia ankommen werden. Aber Captain Ramsey und Leon haben es dann doch McGyver-maessig geschafft, den Motor wieder zum Laufen zu bringen.

Ja und am Abend gabs dann den Fisch zu essen, den wir unter tags am Boot gefangen hatten, naemlich Barracuda. Und jede Menge Rum Punsch und Cola Rum, den wir am Lagerfeuer am Strand sitzend getrunken haben. Und wir haben es geschafft, alle Rum-Vorraete, die an Bord waren, zu vernichtet. Leider haben wir am zweiten Abend alle ein bisserl zuviel erwischt. Und wir koennen nur sagen, mit einem Kater und flauem Magen, ist es den ganzen Tag in der Sonne Boot fahren keine gute Idee. Aber wir waren unter den wenigen, die nicht die Fische fuettern mussten.

Ja die Tour war super. Zum groessten Teil nette Leute (Englaender, Australier, Amerikaner, Kanadier und ein Schweizer), eine superlustige Crew und reisen auf einem Segelboot ist wirklich schoen. Aber die 3 Tage waren auch sehr anstrengend und wir waren dann auch froh, wieder an Land zu sein. Und zu duschen und in einem Bett zu schlafen. Und Rum Punsch koennen wir jetzt auch nimma riechen. Aber wir werden noch lange an die Raggamuffin-Tour zurueckdenken.

Wir bleiben jetzt noch ein paar Tage in Placencia, welches an der Kueste im Sueden von Belize liegt und werden dann ins Landesinnere nach San Ignazio weiterfahren.