Hammerfest

Es geht immer weiter in den Norden. Auch die Fahrt nach Hammerfest war sehr schön. Und die ersten Rentiere haben wir auch gesehen. Mitten auf der Straße (wir haben diesmal ein Suchbild dazu ☺). Wie wir gelernt haben, machen die Rentiere hier Sommerurlaub. Nur in Hammerfest gibt es keine, weil die um Hammerfest einen 30 km langen Zaun gebaut haben um die Rentiere fern zu halten.

Hammerfest ist die nördlichste Stadt der Welt und eine typische Hafenstadt. Hier wird allem Erdgas verschifft. Interessant ist, dass Hammerfest (so wie große Teile der Finnmark) im Jahr 1944 bei der Operation “Verbrannte Erde“ von den Deutschen komplett niedergebrannt wurde. Es gibt nur eine Kapelle, die aus der Zeit vor dem Krieg stammt.

Außerdem gibt es hier den Struve Meridianbogen, der zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Mithilfe dieser Markierung und vielen weiteren bis zum Schwarzen Meer wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Krümmung der Erde berechnet. Das Erstaunliche ist, dass man sich damals nur um nur 200 Meter verrechnet hat.

Außerdem ist Petra jetzt auch stolzes Mitglied bei The Royal and Ancient Polar Bear Society.

Wir haben erstaunlich tolles Wetter. Die Sonne scheint rund um die Uhr und es ist sehr warm. Morgen geht’s weiter ans Nordkapp.

Alta

Von Tromsø sind wir nach Alta weitergefahren verfolgt von Piefke-Bussen und -Wohnwagen. Wir versuchen uns nicht als Touristen zu outen, was uns bisher auch ganz gut gelingt, da wir überall auf norwegisch angesprochen werden. Die Strecke geht entlang von Fjorden und ist an sich schon sehenswert. In Alta haben wir das Alta Museum besucht, wo man bis zu 6.000 Jahre alte Felsbilder ansehen kann. Das war wirklich sehr interessant und absolut empfehlenswert.

Tromsø

Der Flug über Oslo hat gut geklappt und wir sind plangemäß angekommen. Dann gings aber gleich los mit Mietautoschwierigkeiten. Für das uns zugeteilte Auto war der Schlüssel nicht auffindbar. Also wieder alles retour und dafür ein kostenloses Upgrade. Jetzt haben wir einen Volvo V90 T8 Hybrid Allrad Automatik mit 400PS. Und schwarz lackiert damit er nicht so auffällt. Na auf jeden Fall das fetteste Auto auf jedem Hotelparkplatz.

In Tromsø haben wir eine RIB-Boot-Tour gemacht. Waren nur wir beide und die Guidein. Die hat uns viel erzählt. Zum Beispiel, dass letzten Winter die Wale nicht da waren und dafür ganz viele Dorsche. Warum weiß man nicht.

Esbjerg

Die letzten beiden Nächte haben wir in einem sehr schönen Hotel am Strand in der Nähe von Esbjerg verbracht. Wir haben noch lange Spaziergänge am menschenleeren Strand gemacht und Muscheln gesammelt. In Esbjerg haben wir uns das Fischerei- und Seefahrtsmuseum angesehen und sind durch die Fußgängerzone spaziert.

Kristiansand

Am Weg von Larvik nach Kristiansand sind wir an Norwegens Südküste entlang gefahren. In einem der Orte, in Risør, sind wir stehen geblieben und haben einen Spaziergang an der Uferpromenade gemacht. Risør versteht sich, laut Eigenwerbung, als Perle der Riviera, und was Rang und Namen hat in Norwegen pflegt hier Urlaub zu machen. Typisch für die Orte an der Südküste sind die weiß gestrichenen Holzhäuser. 

In Kristiansand haben wir fast einen ganzen Tag lang eine Bootsfahrt durch das vorgelagerte Schärenarchipel unternommen. Auf einer der Inseln haben wir auch eine kleine Wanderung gemacht. Außerdem haben wir auch an der Insel angehalten wo Kronprinzessin Mette Marit ein Ferienhaus besitzt. Den nächsten Tag haben wir gemütlich mit Schaufenster Bummel in Kristiansand verbracht.

Am Tag darauf sind wir sehr früh mit der Fähre wieder zurück nach Hirtshals in Dänemark gefahren. Wieder war die Überfahrt ziemlich stürmisch und daher sehr turbulent. Wir haben das volle Kontingent (zumindest an Hochprozentigem) im riesigen Duty Free ausgeschöpft, das war aber nichts gegen die Mengen die die Norweger dort eingekauft haben. Aber Alkohol und Zigaretten sind auch wirklich extrem teuer dort.

Larvik Farris Bad

Nach Larvik sind wir gefahren um dort in einem der wenigen norwegischen Thermen Hotels zu sein. Das Hotel liegt direkt am Meer und man kann vom Whirlpool und von der Sauna aus das Meer sehen. Man kann auch direkt von einem der Whirlpools über eine Treppe ins 15 Grad kalte Meer schwimmen gehen. Wir haben nur kurz die Zehen rein gehalten. War uns dann doch etwas zu frisch. Wir waren auch sehr verwundert, dass die Norweger sich mit Sauna überhaupt nicht auskennen. Wir dachten eigentlich, dass Sauna Besuche in ganz Skandinavien üblich sind. Selbst der Aufguss heißt auf norwegisch ebenfalls so. In Norwegen geht man auch mit den Badesachen angezogen in die Sauna, außer zu bestimmten Zeit, wo man verpflichtend in der ganzen Therme nackt sein muss.

Aber wir haben  nicht nur gebadet dort, sondern haben auch einen Ausflug zur Moränenlandschaft nach Mølen gemacht. Dort sind wir eine Stück des Küsten Wanderweges gegangen. Das das war sehr beeindruckend dort, weil das Meer da mit einer gewaltigen Wucht an die Felsen prallt. Außerdem haben wir in der wirklich sehr netten kleinen Hafenstadt Stavern den alten Militärstützpunkt und Werft besichtigt.

Langesund

In Langesund haben wir in einem sehr alten Badehotel aus dem 19. Jahrhundert gewohnt mit wunderschönem Blick aufs Meer und Meerzugang.

Am ersten Tag sind wir mit dem Auto ins Hinterland des Bezirkes Telemark Richtung Berge gefahren. War ganz nett, kann man machen, muss man aber nicht.

Am zweiten Tag sind wir ans Ende der Halbinsel zu Verdens Ende (Ende der Welt) gefahren. Dort hatte man wieder einen tollen Blick aufs Meer.

Am Tag darauf sind wir wieder weiter gefahren nach Larvik. Am Weg sind wir in Sandefjord stehen geblieben. Eine wirklich sehr nette Ortschaft am Meer. Dort haben wir das Walfangmuseum besucht.


Von Dänemark nach Norwegen

In Hirtshals haben wir eigentlich nur die Nacht verbracht, weil wir am nächsten Tag in der Früh mit der Fähre nach Norwegen gefahren sind. Trotzdem haben wir dort einen sehr schönen Tag verbracht. Zuerst haben wir das Nordsee-Aquarium besucht und den Nachmittag haben wir am endlosen Sandstrand verbracht. Wir sind ewig spazieren gegangen und haben Muscheln und Steine gesammelt. Außerdem gab es einen Leuchtturm und eine erhaltene Bunkeranlage des Atlantikwalls zu besichtigen.

Die Überfahrt mit der Fähre nach Langesund in Norwegen war sehr turbulent, weil starker Sturm gegangen ist. Die Wellen waren bis zu 2,5 Meter hoch. Aber das Auto und wir sind gut in Norwegen angekommen.

Ribe, Dänemark

Ribe liegt am Nationalpark Wattenmeer, wohin wir auch am ersten Tag einen Ausflug gemacht haben. Wir sind mit Traktorbussen zu der vorgelagerten Insel Mandø gefahren. Die ist nur bei Ebbe über eine Landbrücke mit dem Festland verbunden. Von Mandø sind wir dann weiter zu einer Sandbank gefahren, ebenfalls mit dem Traktorbus, wo die Robben in den Sommermonaten herumliegen. Am Weg sind wir an einem einsamen Robbenbaby vorbei gekommen und der Guide hat das Robbenbaby einfach geschnappt und zu uns auf den Wagen gelegt und zu den anderen Robben mitgenommen. 

An dem Tag haben wir auch das erste Mal die Nordsee gesehen und außer den Robben noch jede Menge Wattvögel.

Am Tag darauf haben wir uns gebildet und das Nationalpark Haus besucht und das Wikinger​ Museum angesehen. Außerdem haben wir dänisches Hotdog und Rieseneis gegessen und die schöne mittelalterliche Altstadt Ribes erkundet.


Zugfahrt Wien Hamburg

Wir sind mit dem Nachtzug von Wien nach Hamburg gefahren. Unser Auto haben wir huckepack mitgenommen. Das Schlafwagenabteil war sehr klein aber zu zweit war das kein Problem. Geschlafen haben wir allerdings nicht wirklich viel. Man wird ständig unterbrochen zB von der freundlichen Bundespolizei mit dem Pfefferspray im Anschlag zur Grenzkontrolle oder weil irgendwo irgendwelche Zugteile abgekoppelt werden. Trotzdem sind wir heil aber auch sehr müde am Bahnhof in Hamburg angekommen, wo wir von Hansi Hinterseer oder Lugners Schwiegersohn in Empfang genommen wurden.  Wir sind  dann gleich weiter gefahren nach Ribe in Dänemark.